#1

Majoran

in Kräuter und Pflanzen 25.07.2011 16:52
von Fairytale | 1.468 Beiträge

Hier noch eine weitere Pflanze die in Küche und Garten nicht fehlen sollte, aber auch nicht in der Hausapotheke.


Majoran
Origanum Majorana L.(Majorana Hortensis Moench)
Lippenblütlergewächse
Volksnamen= Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Mairan, Mairon, Miran, Wurstkraut

Verwendet wird das ganze blühende Kraut aber ohne Wurzel

Botanik
Die Stammpflanze wird 20 bis 50 cm hoch ist stark verästelt, steht aufrecht und besitzt dünne zähe Stengel und Äste, die beiderseits kurzbehaarte Blätter haben.
Die ganze Pflanze riecht stark aromatisch.
Blütezeit= Juli-August

Inhaltsstoffe= ätherisches Öl das in guter Ware zu etwa 0,6 bis 1,0 % enthalten sein sollte.
Dazu Bitterstoffe und Gerbstoffe.






Verwendung als Gewürz:
Seit dem 16. Jahrhundert kennt man in unseren Breiten den Majoran — solange schätzt man ihn auch als Gewürz. Im Altertum war diese Pflanze der Aphrodite geweiht, und es ist ein wenig komisch, daß man Majoran heute auch als Wurstkraut bezeichnet. Zweifellos würzte man in der Antike nicht die Wurst, sondern den schweren Wein mit Majoran, um Liebeskräfte und Liebesverlangen zu wecken.

Tips für die Küche:
Fette Braten, Würste, Kartoffelsuppen und Gemüseeintöpfe mit einem hohen Anteil an Hülsenfrüchten werden durch Majoran nicht nur schmackhafter, sondern viel bekömmlicher. Saucen, die man als Beigabe zu Nudeln und Spaghetti zubereitet, und fette Bratkartoffeln vertragen Majoran gut. Majoran paßt auch sehr gut in Gewürzmischungen zusammen mit Thymian, Rosmarin, Basilikum und Beifuß.

Anwendung in der Homöopathie:
Die Homöopathie verwendet Origanum Majorana in der Hauptsache bei Störungen der Sexualität, weil es eine besondere Wirkung auf das Nervensystem und die Sexualorgane der Frau hat. Aber auch als Magenmittel und als Tonikum wird es gelegentlich verwendet. Die Dosierung ist sehr unterschiedlich. D4 bis D6 sind wohl die geeignetesten Potenzen des Mittels.

Majoran als Hausmittel:
Nervenkrankheiten, Bleichsucht, Erkältungskrankheiten mit Husten und Verschleimung. Asthma, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Krämpfen, Schnupfen, auch Heuschnupfen, Mundschleimhautentzündungen und Zahnfleischbluten — das alles sind Heilanzeigen für den Gebrauch des Majoran-Tees.

Für eine Salbe erweitert sich das Anwendungsgebiet. Man behandelt Nervenschmerzen, Verrenkungen und Verstauchungen. schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Rheuma mit der Salbe. Hier ist es schwer, eine Wertung vorzunehmen, denn die Inhaltsstoffe schließen keine der genannten Heilanzeigen ganz aus.

(Wer Interesse an der Herstellung der Salbe hat bitte bescheid sagen)


Nebenwirkungen: Überdosierung und zu langer Gebrauch (regelmäßig über mehrere Wochen) können zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen. Diese Begleiterscheinung dürfte auf das ätherische ÖL zurückzuführen sein.



Majoran zum Räuchern findet ihr unter dem entsprechenden Thema...Räuchern mit Kräuter--Harzen usw.


HG Fairytale
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zuletzt bearbeitet 25.07.2011 16:55 | nach oben springen

#2

RE: Majoran

in Kräuter und Pflanzen 25.07.2011 21:20
von Christiane | 1.744 Beiträge

Das ist ein wunderschönes Posting, danke Fairytale.
Majoran gehört zu einen meiner liebsten Kräuter, ich verwende es sehr gerne in der Küche und ich denke, das es jetzt auch noch weitere Verwendungen findet.

Liebe Grüße
Christiane


www.zauberhaftes-schmuckkistchen.de



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#3

RE: Majoran

in Kräuter und Pflanzen 29.07.2011 21:10
von Sabine | 546 Beiträge

Das ist gut zu wissen, das Majoran nicht nur in der Küche eine tolles Kraut ist, sonder auch sonst noch so viel Gutes zu bieten hat.

Zitat
Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Krämpfen, Schnupfen, auch Heuschnupfen, Mundschleimhautentzündungen und Zahnfleischbluten — das alles sind Heilanzeigen für den Gebrauch des Majoran-Tees.



Das finde ich besonders interessant, ich denke, da kann man dann doch mal selbst zum Heilkraut in der Küche greifen, bevor man gleich wieder mit Chemie vollgepumpt wird.

Fairytale für das schöne Posting.



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#4

RE: Majoran

in Kräuter und Pflanzen 30.07.2011 14:02
von Blumenjaspis | 376 Beiträge

Das ist ja ein sehr interessantes Thema.
Natürlich kenne ich Majoran auch, verwende ihn gerne in meiner Küche, aber das in diesem Kraut noch so viel mehr steckt, habe ich nicht gewusst.
Das der Majoran sogar heilende Wirkungen hat, hätte ich erst recht nicht gedacht, da denkt man doch nicht ran, wenn man damit seinen Kartoffelbrei würzt.


Seit gegrüßt
Heike



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#5

RE: Majoran

in Kräuter und Pflanzen 30.07.2011 15:40
von Anne | 639 Beiträge

Hab auch was zu Majoran gefunden.

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblüter. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor.
Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane.
Ausserdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen.
Äusserlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern.
Babies hilft er in Form der traditionellen Majoran-Salbe gegen Blähungen und Schnupfen.
Da der Majoran im Mittelmeerraum und Nordafrika heimisch ist, war er auch schon im Altertum bekannt.
Die Araber benutzten den Majoran gegen Trunkenheit.
Die alten Griechen weihten den Majoran der Göttin Aphrodite. Das deutet darauf hin, dass er damals als Liebesmittel galt, was dank seiner entkrampfenden und tonisierenden Wirkung kein Wunder ist.
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Majoran auch in Mitteleuropa bekannt und beliebt. Er wurde von Mönchen in die Klostergärten gebracht, von wo aus er sich auch in Hausgärten breit machte.
Majoran-Samen erhält man in den meisten Supermärkten, in Bau- und Gartenmärkten.
Man kann Majoran sowohl in Töpfen als auch im Freiland kultivieren. Der Majoran braucht im Topf gute Blumenerde, am besten mit etwas Sand versetzt.
Der März ist eine günstige Zeit, den Majoran zu säen, man kann ihn aber auch noch im April oder Mai ansäen.
Am besten sät man den Majoran im Haus oder im Frühbeet in Kästen, denn die Samen mögen es warm, bevor sie keimen. Im späteren Frühjahr kann man auch eine Direktsaat im Freiland versuchen, aber ein Teil der Samen wird dann vermutlich von Vögeln gefressen und die langsame Keimung fördert das Überwuchern durch Unkräuter, bevor der Majoran überhaupt keimt.
Man bedeckt die Samen mit 0,3 cm kleimkrümeliger Erde, die man feucht hält, aber nicht zu nass.
Nach 15-20 Tagen keimen die kleinen Majoran-Pflänzchen, sofern es warm und feucht genug ist.
Wenn man will, kann man die kleinen Pflanzen ins Freiland auspflanzen. Sie sollten im Abstand von 15 cm gepflanzt werden.
Die jungen Majorane brauchen zwar regelmässig Wasser, aber sie sollten keinesfalls zu feucht stehen, denn sonst könnten die Wurzeln faulen.
Innerhalb von drei Monaten wachsen die aromatischen Majoran-Pflänzchen heran. Bei Berührung der Blätter mit den Händen färbt der würzige Duft auf die Hände ab.

Viel Spaß beim Lesen.


Freundliche Grüße
Anne


Ein Lächeln ist die schönste Sprache der Welt!



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#6

RE: Majoran

in Kräuter und Pflanzen 30.07.2011 17:36
von Fairytale | 1.468 Beiträge

Hallo Anne, danke für die tolle Ergänzung.


HG Fairytale
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