Hier noch eine weitere Pflanze die in Küche und Garten nicht fehlen sollte, aber auch nicht in der Hausapotheke.
Majoran
Origanum Majorana L.(Majorana Hortensis Moench)
Lippenblütlergewächse
Volksnamen= Bratenkräutel, Gartenmajoran, Kuchelkraut, Mairan, Mairon, Miran, Wurstkraut
Verwendet wird das ganze blühende Kraut aber ohne Wurzel
Botanik
Die Stammpflanze wird 20 bis 50 cm hoch ist stark verästelt, steht aufrecht und besitzt dünne zähe Stengel und Äste, die beiderseits kurzbehaarte Blätter haben.
Die ganze Pflanze riecht stark aromatisch.
Blütezeit= Juli-August
Inhaltsstoffe= ätherisches Öl das in guter Ware zu etwa 0,6 bis 1,0 % enthalten sein sollte.
Dazu Bitterstoffe und Gerbstoffe.
Verwendung als Gewürz:
Seit dem 16. Jahrhundert kennt man in unseren Breiten den Majoran — solange schätzt man ihn auch als Gewürz. Im Altertum war diese Pflanze der Aphrodite geweiht, und es ist ein wenig komisch, daß man Majoran heute auch als Wurstkraut bezeichnet. Zweifellos würzte man in der Antike nicht die Wurst, sondern den schweren Wein mit Majoran, um Liebeskräfte und Liebesverlangen zu wecken.
Tips für die Küche:
Fette Braten, Würste, Kartoffelsuppen und Gemüseeintöpfe mit einem hohen Anteil an Hülsenfrüchten werden durch Majoran nicht nur schmackhafter, sondern viel bekömmlicher. Saucen, die man als Beigabe zu Nudeln und Spaghetti zubereitet, und fette Bratkartoffeln vertragen Majoran gut. Majoran paßt auch sehr gut in Gewürzmischungen zusammen mit Thymian, Rosmarin, Basilikum und Beifuß.
Anwendung in der Homöopathie:
Die Homöopathie verwendet Origanum Majorana in der Hauptsache bei Störungen der Sexualität, weil es eine besondere Wirkung auf das Nervensystem und die Sexualorgane der Frau hat. Aber auch als Magenmittel und als Tonikum wird es gelegentlich verwendet. Die Dosierung ist sehr unterschiedlich. D4 bis D6 sind wohl die geeignetesten Potenzen des Mittels.
Majoran als Hausmittel:
Nervenkrankheiten, Bleichsucht, Erkältungskrankheiten mit Husten und Verschleimung. Asthma, Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und Krämpfen, Schnupfen, auch Heuschnupfen, Mundschleimhautentzündungen und Zahnfleischbluten — das alles sind Heilanzeigen für den Gebrauch des Majoran-Tees.
Für eine Salbe erweitert sich das Anwendungsgebiet. Man behandelt Nervenschmerzen, Verrenkungen und Verstauchungen. schlecht heilende Wunden, Geschwüre und Rheuma mit der Salbe. Hier ist es schwer, eine Wertung vorzunehmen, denn die Inhaltsstoffe schließen keine der genannten Heilanzeigen ganz aus.
(Wer Interesse an der Herstellung der Salbe hat bitte bescheid sagen)
Nebenwirkungen: Überdosierung und zu langer Gebrauch (regelmäßig über mehrere Wochen) können zu Kopfschmerzen und Benommenheit führen. Diese Begleiterscheinung dürfte auf das ätherische ÖL zurückzuführen sein.
Majoran zum Räuchern findet ihr unter dem entsprechenden Thema...Räuchern mit Kräuter--Harzen usw.