Hallo @ All,
ich möchte euch eine meiner Lieblingspflanzen vorstellen, es ist der Lavendel.
Lavendel = Lavandula angustifolia, Syn. Lavandula officinalis, Lavandula vera
Lavendel gehört zu der Familie der Lippenblütler und wird hauptsächlich als Zierpflanze oder zur Ölgewinnung verwendet.
Es handelt sich bei Lavendel um einen graufilzig, behaarter aromatischer Strauch, der eine Höhe bis 100 cm erreichen kann. Selten wird er größer. Seine Zweige sind aufsteigend, aufrecht und stark verästelt oder steif aufrecht und unverzeigt oder er trägt Kurztriebe.
Seine Blätter sind ca. 40 bis 50 mm lang. Sie können gegenständig oder länglich angeordnet sein und verschmälern sich an beiden Enden. Die Blätter sind stumpf, ganzrandig und am Rand mehr oder weniger eingerollt. Im jungen Zustand sind die Blätter an Ober- und Unterseite graufilzig, später vergrünen sie.
Seine Blüten sind violett gefärbt, fünfzählig und in 6 bis 10-blütigen Scheinquirlen angeordnet. Diese vereinigen sich zu einem bis zu 8 Zentimeter langen, ährigen Blütenstand. Der Fruchtknoten ist oberständig und vierteilig. Blütezeit ist von Juni bis August. Die Nüsschen sind glänzend braun.
Lavendel kommt ursprünglich aus den Küstenregionen des Mittelmeergebietes.
Mittlerweile kommt er immer mehr in den nordlichen Regionen vor und wird sehr oft als Staude in den heimischen Gärten gepflanzt.
Lavendel kann man durch Samen, Teilung größerer Stöcke und wurzelbildender Seitentriebe, Ableger oder Stecklinge vermehren.
Aus den Blüten mit Stengel wird Öl hergestellt. Lavendelöl kann man durch die Schleppdestillation, Wasserdampfdestillation oder indem die Blüten in Öl angesetzt werden, zum Beispiel in Olivenöl herstellen. Um gutes Ausgangsmaterial zu gewinnen wird entweder am frühen Morgen oder nach einem Regenschauer, wenn die Blüten gerade wieder getrocknet sind, geerntet.
In der Küche kann man die jungen Blüten und weichen Stengel verwenden, damit kann man Gerichte wie Suppen, Soßen, Eintöpfe, Fisch, Geflügel und Lamm verfeinern. Auch in Schokoladenmousse oder Sorbet kann man Lavendel mischen und somit den Geschmack verfeinern.
Die größte Bedeutung jedoch hat Lavendel in Heilkunde und Parfümerie, dort ist es eine sehr geschätzte Pflanzengattung. Dies gilt vor allem für den Echten Lavendel. Des weiteren hat Lavendel auch eine medizinische Bedeutung, er hat leicht beruhigende, blähungswidrige und gallentreibende Eigenschaften. Man nutzt dies zur Milderung folgender Beschwerden: Innere Unruhe, nervöse Erschöpfung, Einschlafstörungen, Migräne, auch bei nervösen Magen- Darm und Gallenbeschwerden. Die beruhigende Wirkung wird auch in der Aromatherapie genutzt. Dort wirkt wohl das verdunstete Linalylacetat.
Einreibungen mit Lavendelöl wirken vorwiegend hautreizend und dienen deshalb zur Bekämpfung rheumatischer Beschwerden und als Badezusatz bei funktionellen Kreislaufstörungen. Wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften ist Lavendelöl auch in Gurgellösungen enthalten.
Für die Insekten abweisenden Effekte werden am besten alkoholische Lösungen eingesetzt oder es werden Lavendelblütensäckchen zwischen die Wäsche gelegt.
Viel Spaß beim Lesen.
Ich persönlich liebe diese Pflanze und natürlich darf sie auch auf meinem Balkon und vor dem Eingang nicht fehlen. Was ich besonders an ihr mag, ist ihr Duft, ihre Farbe und natürlich auch ihr unglaublich schönes Aussehen. Manchmal reicht es mir völlig, meinen Lavendel anzuschauen und dann bin ich wieder guter Dinge.
Bin mal gespannt, was ihr über Lavendel denkt.
Liebe Grüße
Christiane