#1

Spinell

in Edelsteine 14.06.2011 19:14
von Christiane | 1.744 Beiträge

Spinell
Spinell ist ein im kubischen Kristallsystem kristallisierendes Magnesium-Aluminium-Oxid-Mineral mit der chemischen Formel MgAl2O4. Seine Härte liegt zwischen 7,5 und 8, die Farbe ist aufgrund von häufigen Beimischungen von Eisen, Chrom, Zink oder Mangan äußerst variabel. Es ist außerdem der Namensgeber für die Gruppe der Spinelle, die eine ähnliche Kristallstruktur aufweisen.

Vorkommen
Als natürlich eingewachsener, gut ausgebildeter Kristall findet sich Spinell oft in magmatischen Gesteinen und Marmoren, meist als Oktaeder, seltener als Zwilling. Daneben kommt er in abgerollter, mehr oder weniger loser Form auch in Edelsteinseifen vor. Bekannte Fundorte dieses Steins sind Myanmar (Birma) oder Pakistan.

Bedeutung als Rohstoff
Lupenreine Spinelle sind begehrte aber leider seltene Schmucksteine. Rote Spinelle weisen dabei eine äußerliche Ähnlichkeit zu Rubinen auf. Ein lange für einen Rubin gehaltener Stein der Britischen Kronjuwelen (Black Prince´s Ruby) stellte sich beispielsweise als Spinell heraus. Spinelle werden heute für industrielle Zwecke (vornehmlich in der Feuerfestindustrie) auch synthetisch erzeugt.

Etymologie
Der Name Spinell stammt aus dem Griechischen und bedeutet „funkeln“.


Spinell
Chemische Formel MgAl2O4
Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse
Farbe variabel
Strichfarbe weiß-braun
Mohshärte 7,5 bis 8
Dichte (g/cm³) 3,6
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Bruch muschelig, spröde
Spaltbarkeit unvollkommen
Habitus gedrungen
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung ja



Kristalloptik
Brechzahl 1,71 bis 1,73



Weitere Eigenschaften
Radioaktivität nicht radioaktiv


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Spinell



Der Rubin des Schwarzen Prinzen
Der Rubin des Schwarzen Prinzen (The Black Prince's Ruby) aus dem britischen Kronschatz ist in Wirklichkeit kein Rubin, sondern ein roter Spinell. Er befindet sich in der Imperialen Staatskrone und wurde nach der Überlieferung vom König Pedro von Kastillien nach der Schlacht von Najera 1367 diesem Prinzen geschenkt. Er selber soll ihn durch einen Mord an dem König von Granada erhalten haben. Der Schwarze Prinz trug ihn an seinem Helm, wie auch König Heinrich V. 1415 in der Schlacht von Azincourt. Heinrich VIII. übertrug ihn in die Kronjuwelen. Während des Commonwealth wurde der Stein für 15 Pfund an einen Mr. Cooke veräußert, welcher ihn Karl. II. zurück gab. Seit dieser Zeit sitzt er in der jeweiligen Staatskrone.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Britische_K...hwarzen_Prinzen

Der schwarze Prinz/ Edward of Woodstock
Edward of Woodstock, Fürst von Wales, bekannt als Der Schwarze Prinz (besser Der schwarze Fürst, engl. The Black Prince), eigentlich aber Eduard Plantagenet; * 15. Juni 1330 in Woodstock, Oxfordshire; † 8. Juni 1376 im Palace of Westminster, Middlesex) war der älteste der sieben Söhne, die König Eduard III. mit seiner Frau Philippa hatte, und Vater des Königs Richard II. Wegen seiner einst angeblich schwarzen Rüstung, die heute noch in der Kathedrale von Canterbury zu besichtigen ist, wurde er Der Schwarze Prinz genannt. Diese Bezeichnung kam aber erst etwa 200 Jahre nach seinem Tod auf.

Leben
Im Alter von drei Jahren zum Earl of Chester, 1337 zum Duke of Cornwall und 1343 zum zweiten Prince of Wales erhoben, war Edwards Leben eng mit der Frühphase des Hundertjährigen Krieges Englands gegen Frankreich verknüpft. Kampf und Kriegsführung sollten in Edwards Leben stets die Hauptrolle spielen.

1345 begleitete er seinen Vater zur Unterstützung Jakobs van Artevelde. 1346 bei La Hougue zum Ritter geschlagen, zeichnete Edward sich bald in der Belagerungsschlacht von Caen aus. Seinen ersten militärischen Erfolg errang er in der Schlacht von Crécy, die dem Sechzehnjährigen lebenslang den Ruhm eines vorbildlichen Ritters und Truppenführers einbrachte. Taktisch klug hatte er gegen die damals üblichen Armbrustschützen und schwer bewaffneten Reiter den Einsatz von Langbogen-Schützen befohlen, was entscheidend zum Sieg in der Schlacht beitrug, die vielen als das Symbol für den Niedergang des mittelalterlichen Rittertums und den Beginn neuzeitlicher Kriegführung gilt. Nach der Schlacht soll der junge Prinz über das Schlachtfeld gestreift und auf die Leiche des blinden böhmischen Königs Johann von Luxemburg gestoßen sein, der sich trotz seiner Behinderung auf der Seite der Franzosen in das Schlachtgetümmel gestürzt hatte. Beeindruckt von der Tapferkeit seines Gegners soll Edward mit den Worten „There lies the Prince of Chivalry, but he does not die“ („Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, doch er stirbt nicht“) das Zimier Johanns, das unter anderem aus zwei Flügeln bestand, an sich genommen und zu dem seinem gemacht haben. Diese Episode ist historisch allerdings nicht gesichert. Das Zimier in Form von drei Straußenfedern – die jedoch auch anderen Ursprungs sein könnten – sowie Johanns deutscher Wahlspruch „Ich Dien“ finden sich seitdem jedenfalls im Wappenzeichen („Badge“) der Fürsten von Wales, der englischen Thronfolger.

Weitere Kriegserfolge Edwards folgten bereits 1347 mit der Einnahme von Calais, der Verteidigung dieser Stadt zwei Jahre darauf und der Seeschlacht von Winchelsea 1350. Aufgrund dieser Heldentaten wurde Edward zu einem der ersten Träger des Hosenbandordens, den sein Vater 1348 stiftete.

Als Statthalter der Guyenne und Eroberer von Bordeaux (1355) führte er einen Überraschungsfeldzug bis nach Narbonne. Beim spektakulären Sieg in der Schlacht bei Maupertuis 1356 gelang Prinz Edward nicht nur der Sieg über eine weit überlegene gegnerische Streitmacht, sondern auch die Gefangennahme des französischen Königs Johann II. und seines Sohnes.

1361 heiratete er heimlich seine Cousine zweiten Grades (sie hatten einen gemeinsamen Urgroßvater, Eduard I.) Joan of Kent, Erbtochter des Earl of Kent, genannt The Fair Maid of Kent, und führte mit ihr eine glückliche Ehe. Er war ihr dritter Ehemann. 1362 ernannte ihn sein Vater zum Herzog von Aquitanien, wo er sich 1363 mit seiner Frau in der Guyenne niederließ. Sie hielten in Bordeaux einen prächtigen Hof, der viele Künstler und Wissenschaftler anzog. Sie hatten zwei Kinder, Edward (1365–1371) und den späteren König Richard II.

Mit Peter I. von Kastilien verbündet, führte Edward 1367 ein Heer nach Nájera, wo er den spanischen Thronprätendenten Heinrich von Trastámara vernichtend besiegte. Als Belohnung erhielt er einen übergroßen afghanischen Rubin geschenkt, der noch heute an der britischen Staatskrone befestigt ist.

Seine letzte größere militärische Aktion war die Vergeltungsplünderung der abtrünnigen Stadt Limoges 1370, bei der über 3000 Einwohner niedergemetzelt wurden. Im Januar 1371 kehrte er krank aus Aquitanien nach England zurück. 1372 verzichtete er auf das Fürstentum Aquitanien und zog sich ganz aus dem politischen Leben zurück.

Edward starb 1376 zu Lebzeiten seines Vaters (vitae patre) entweder an einer Krankheit, die er sich in Spanien zugezogen hatte, oder an Krebs. Er wurde in der Kathedrale von Canterbury beigesetzt, wo sein monumentales Grabmal und seine Rüstung heute noch besichtigt werden können. Da der älteste Sohn Edwards schon als Kind gestorben war, wurde sein zweiter, ebenfalls noch minderjähriger Sohn Richard nach dem Tode König Eduard III. ein Jahr später als Richard II. König von England.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_of_Woodstock


Liebe Grüße
Christiane


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#2

RE: Spinell

in Edelsteine 14.06.2011 19:16
von Christiane | 1.744 Beiträge

Spinell
Geschichte
Der Spinell leitet seinen Namen von dem griechischen Wort "spinther" ab, was mit "funkeln" übersetzt werden kann. Er blickt auf eine aufregende Geschichte zurück und war schon im alten Rom bekannt. Zu dieser Zeit verwechselte man den Spinell oft mit dem Rubin.
Bestes Beweisstücke sind unter anderem die Krone des russischen Zaren, die einen 415 - Karäter enthält, der eigentlich ein Spinell ist. Die Krone ist heute im Kreml zu besichtigen. Der berühmte "Rubin des Schwarzen Prinzen", der in der englischen Geschichte eine tragende Rolle spielen sollte, war auch kein Rubin, sondern ein Spinell.

Wissenswertes
Der Spinell besteht aus kristallisiertem Pfeifenton und Magnesiumoxyd, das heißt er enthält kein Magnesium. Das Gestein, in dem er entsteht, ist meist Mamor. Man trifft den Spinell in der Natur in den Farben Rot, Violett, Blau oder Braun an. Die gelben, grünen und farblosen Spinelle sind synthetische Steine. Der Spinell weist ein Härte von 8 auf.

Fundstellen
Die Steine sind hauptsächlich in Schweden, Sri Lanka und den USA verbreitet.

Bedeutung
Der Spinell steht für Zielstrebigkeit und unterstreicht diese bei seinem Träger. Er zieht die Liebe an und bietet Hilfe, egal um welche Art von Liebe es sich handelt. Auch in der Trauerarbeit leistet der Stein wertvolle Hilfe. In der Astreologie wird der Spinell den Tierkreiszeichen Schütze und Skorpion zugeordnet.

Heilwirkungen
Auf körperlicher Ebene hilft der Stein bei Entzündungen aller Art, Magen- und Darmproblemen und Muskelkater. Er ist ein Stein, der gerne bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt wird.
Auf geistiger und seelischer Ebene steht der Stein für das Umsetzen von neuen Ideen in die Praxis und für den Neubeginn schlechthin. Bei Krisen im privaten oder beruflichen Bereich spendet der Spinell jede Menge Kraft, diese Krisen zu überwinden. Er stärkt zudem die Selbstheilungskräfte und baut bestehende Ängste ab.

Verarbeitung und Pflege
Aus diesem begehrtem Schmuckstein werden oft Ketten und Anhänger gefertigt, die man sich um den Hals oder den Arm hängt. Für das Entladen hält man ihn mindestens alle zwei Wochen (je nach Benützung) unter fließendes, lauwarmes Wasser und legt den Stein dann in die direkte Sonne, damit er wieder neue Kraft tanken kann.


Liebe Grüße
Christiane


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#3

RE: Spinell

in Edelsteine 14.06.2011 19:18
von Christiane | 1.744 Beiträge

Hier ein paar Bilder ...










Liebe Grüße
Christiane


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#4

RE: Spinell

in Edelsteine 14.06.2011 19:21
von Christiane | 1.744 Beiträge

Und noch ein Paar ...









Liebe Grüße
Christiane


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